Coronavirus (SARS-CoV-2)

In der chinesischen Metropole Wuhan (Provinz Hubei) traten ab Mitte Dezember 2019 gehäuft Atemwegserkrankungen auf. Im Januar 2020 wurde erstmalig ein neuartiges Coronavirus als Infektionserreger nachgewiesen und vorläufig als 2019-nCoV bezeichnet. Am 11.02.2020 legte das International Committee on Taxonomy of Viruses den Namen SARS-CoV-2 (“Severe Acute Respiratory Syndrome Corona Virus 2”) fest. Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung lautet gemäß WHO COVID-19 („coronavirus disease 2019“).

Die erste Mutmaßung war, dass sich Patienten auf einem lokalen Geflügel- und Fischmarkt angesteckt hatten. Nun berichteten chinesische Forscher in einem Fachmagazin, dass das Virus seinen Ursprung in Fledermäusen oder auch Gürteltieren haben könnte.

Hotline mit Telefon-Beratung zu Anliegen rund um das Coronavirus: 0151 64 32 68 24


Was ist SARS-CoV-2?

Das Virus stammt aus der Familie der Coronaviren. Es gibt hunderte verschiedene Coronaviren. Sie können Tiere (Vögel, Säugetiere) und Menschen infizieren. Sie verursachen harmlose leichte Erkältungen sowie auch schwerwiegende Atemwegserkrankungen mit tödlichem Verlauf.


Wissenswertes auf einen Blick:



Wie kann ich mich schützen?

  • Meiden Sie Menschenansammlungen
  • Vermeiden Sie den Kontakt mit (kranken) Menschen (Mindestabstand ca. 1 bis 2 Meter zu krankheitsverdächtigen Personen)
  • Vermeiden Sie in den betroffenen Gebieten:
    • den Kontakt mit (Wild-)Tieren und deren Ausscheidungen
    • Märkte mit Tierprodukten
    • rohe, ungegarte tierische Lebensmittel (Fleisch, Eier, Milchprodukte)
  • Achten Sie auf regelmäßige Handhygiene (siehe unten)
  • Hände aus dem Gesicht halten
  • Tragen Sie ggf. einen Mundschutz (siehe unten)
  • Husten- und Nies-Etikette:
    • Niesen und husten Sie in Ihre Armbeuge oder in ein Einmaltaschentuch (anschließend entsorgen)
    • mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und drehen Sie sich weg
    • nach dem Naseputzen, Niesen oder Husten gründliche Händehygiene durchführen
  • Eine Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2-Coronaviren steht bislang nicht zur Verfügung
  • In Deutschland wird gemäß RKI derzeit eine Eindämmungsstrategie (sog. Containment) verfolgt.

Schutzmaßnahmen – Händewaschen

Händewaschen senkt tatsächlich die Häufigkeit von Infektionskrankheiten. Um eine ausreichende Wirkung beim Händewaschen zu erzielen, ist die richtige Methode entscheidend.

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt folgenden Ablauf beim Händewaschen:

  • Hände unter fließendem Wasser anfeuchten
  • Hände gründlich einseifen (mind. 30 Sek. (Singen Sie zwei Mal "Happy Birthday"))
  • Die Seife auf dem Handrücken, den Handgelenken und zwischen den Fingern verreiben
  • Hände unter fließendem Wasser gut abspülen
  • Hände sorgfältig mit einem frischen Einmalhandtuch abtrocknen

Das Waschwasser sollte lauwarm sein, da zu heißes Wasser die Haut stark austrocknet.

Tipps:

  • Verzichten Sie auf das Tragen von Armbanduhr, Armbändern oder -reifen sowie Ringen
  • Armaturen & Türklinken auf Toiletten mit Papiertüchern bedienen

Schutzmaßnahmen – Händedesinfektion

Eine Händedesinfektion kann bei erhöhtem Infektionsrisiko durchaus sinnvoll sein. Auch wenn unterwegs kein fließendes Wasser zur Verfügung steht, ist die Händedesinfektion eine praktische Alternative.

Wenn Sie eine Händedesinfektion als zusätzliche Maßnahme zur Prävention durchführen möchten, können Sie die Händedesinfektionsmittel in kleinen Flaschen günstig erwerben. Hierbei sollten Sie allerdings darauf achten, dass diese Mittel auch ausreichend wirksam sind. Sinnvoll ist es, auf die Herstellerhinweise zu achten und sich ggf. fachlich beraten zu lassen, z. B. in einer Apotheke. Händedesinfektionsmittel, die vom Robert Koch-Institut (RKI) oder vom Verbund für Angewandte Hygiene (VAH) gelistet sind und das Wirkungsspektrum begrenzt viruzid, begrenzt viruzid PLUS oder viruzid haben, sind sinnvoll:

  • Begrenzt viruzide Desinfektionsmittel inaktivieren (unwirksam machen) neben Bakterien alle behüllten Viren. Behüllte Viren sind z. B. Corona- und Influenzaviren.
  • Begrenzt viruzid PLUS Desinfektionsmittel inaktivieren (unwirksam machen) neben Bakterien, behüllten Viren zusätzlich die unbehüllten Adeno-, Rota- und Noroviren (Magen-Darm-Erreger).
  • Viruzide Desinfektionsmittel inaktivieren (unwirksam machen) neben Bakterien, behüllte Viren und auch alle unbehüllten Viren.
  • Aufgrund des hohen Alkoholgehalts der viruziden Händedesinfektionsmitteln kann es zu Hautreizungen kommen. Insbesondere bei nicht korrekter Anwendung (Einwirkzeit beachten, Händedesinfektionsmittel muss so lange verrieben werden, bis die Hände vollständig trocken sind)
  • Gegen Viren wirksame Desinfektionsmittel sind in Apotheken erhältlich (NICHT in Drogerien und Supermärkten).
  • Desinfektionsmittel in ausreichender Menge (mind. 3 ml – in Abhängigkeit der Handgröße) in die hohle trockene Hand geben.
  • Desinfektionsmittel über sämtliche Bereiche der trockenen Hände einreiben
    • Innen- und Außenflächen einschließlich der Handgelenke, Fingerzwischenräume, Fingerkuppen, Nägel, Nagelfalze und Daumen
    • für die Dauer der Einwirkzeit feucht halten, ggf. Desinfektionsmittel nachnehmen
    • Das Händedesinfektionsmittel bis zur vollständigen Abtrocknung in die Hände einmassieren. Dies dauert im Allgemeinen etwa 30 Sek. (Singen Sie zwei Mal "Happy Birthday").

Wissenswertes zur Händehygiene


Schutzmaßnahmen - Mund-Nasen-Schutz (MNS) und Partikelfiltrierende Halbmaske (FFP)

In einigen Regionen Chinas wurde das Tragen eines Mundschutzes an öffentlichen Orten behördlich angeordnet.

Das Tragen eines Mundschutzes kann individuelle Schutzmaßnahmen (z. B. intensive Händehygiene, eigene Hände aus dem Gesicht halten) bestenfalls ergänzen, allerdings eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 nicht zu 100% verhindern.

Bei selbstgenähten Masken, einlagigen Papiermasken und Masken ohne Normen-Kennzeichnung ist die Schutzwirkung ungewiss. Verzichten Sie auf diese Materialien.

Mund-Nasen-Schutz (MNS) (synonym Operationsmasken, OP-Masken) gemäß EN 14683 schützen den Träger vor kleinen Speichel-/Schleimtröpfchen und vor z. B. größeren Tröpfchen im Auswurf anderer Personen. Zudem verhindert der MNS das Berühren von Mund-, Nasen- und ggf. Augenschleimhäuten mit kontaminierten Händen. MNS gemäß EN 14683 sind in Apotheken erhältlich. Ein MNS schützt nicht vor dem Einatmen kleinster (mit Viren belastete) Aerosole.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt beispielsweise das Tragen von MNS bei der medizinischen Erstversorgung von Coronavirus-Verdachstfällen.

Partikelfiltrierende Halbmasken (FFP) ]haben, bei korrekter Anwendung, eine noch höhere Schutzwirkung als der MNS. Sie schützen vor dem Einatmen von Aerosolen (kleinster Tröpfchen). Je nach Rückhaltevermögen des Partikelfilters wird nach den Geräteklassen FFP1, FFP2 und FFP3 unterschieden. FFP3-Masken haben die höchste Schutzwirkung.

Die FFP-Masken sollten nach der europäischen Norm DIN EN 149 geprüft sein.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt beispielsweise das Tragen von FFP2-Masken bei der medizinischen Versorgung von wahrscheinlichen Coronavirus-Fällen bzw. bei bereits bestätigten Fällen einer Infektion. Das medizinische Personal hält sich dann allerdings auch in geschlossenen Räumen mit dementsprechend hoher Viruspartikelanzahl in Raumluft auf, sodass die höhere Schutzwirkung durch FFP2-Masken erforderlich ist.

Das Tragen einer FFP-Maske über längere Zeit ist körperlich anstrengend. Das Atmen ist auch für gesunde Menschen sehr beschwerlich. Wärme staut sich unter der Maske. Das Tragen von FFP3-Masken ist anstrengender als das Tragen von FFP2-Masken.

Anwendung einer MNS und FFP-Maske

  • MNS und FFP-Masken trocken, vor Verschmutzung geschützt lagern und transportieren
  • MNS und FFP-Masken sind Einmalartikel. Nach der Benutzung entsorgen
  • Vor dem Anziehen Hände, wenn möglich, waschen oder desinfizieren
  • Innenseite von MNS und FFP-Masken nicht mit Händen berühren
  • Vor dem Anziehen von MNS und FFP-Maske den Nasenbügel vorsichtig vorknicken
  • MNS und FFP-Masken müssen eng am Gesicht anliegen. Nasenbügel vorsichtig anpassen. Sitz der Haltegummis oder Schlaufen anpassen.
  • Wenn MNS und FFP-Masen durchfeuchtet sind, müssen sie entsorgt werden.
  • Beim Abnehmen von MNS und FFP-Maske die äußere Oberfläche der Masken nicht mit Mund, Nase, Schleimhäuten oder ungeschützten Händen berühren.

Quellen

  • Robert Koch-Institut: COVID-19 (Coronavirus SARS-CoV-2) www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html (heruntergeladen am 20.02.2020)
  • Robert Koch-Institut: Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2003
  • Auswärtige Amt, China: Reise- und Sicherheitshinweise, Aktuelles. www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/chinasicherheit/200466 (heruntergeladen am 20.02.2020)
  • Auswärtiges Amt – Gesundheitsdienst (Merkblatt): Merkblatt COVID-19. Stand 20.02.2020 (heruntergeladen am 21.02.2020)
  • Bayrisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Partikelfiltrierender Atemschutz (FFP). Stand 05.01.2016 (heruntergeladen am 27.01.2020)
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Spielzeug übertragen werden? Stand 03.02.2020 (heruntergeladen am 21.02.2020)
  • Kampf G, Todt D, Pfaender S, Steinmann E.: Persistence of coronaviruses on inanimate surfaces and its inactivation with biocidal agents. [Zur Persistenz des Coronavirus auf unbelebten Flächen und seine wirksame Inaktivierung], 31 January 2020, Journal of Hospital Infection, Elsevier Inc, www.journalofhospitalinfection.com/article/S0195-6701(20)30046-3/fulltext (heruntergeladen am 21.02.2020)

Unsere Leistungen im Überblick

  • Arbeitsmedizin / -sicherheit:
    Diagnostik in Ihrem Betrieb.

  • Die Arbeitsmedizin befasst sich sowohl mit dem einzelnen Mitarbeiter als auch mit den Strukturen und Organisationsabläufen Ihres Unternehmens. Zu meinen Tätigkeiten gehören einerseits präventive Maßnahmen für Mitarbeiter sowie die Diagnostik von Berufskrankheiten, andererseits aber auch regelmäßige Betriebsbegehungen sowie die fachliche Beratung bei der Planung Ihrer Produktionsanlagen.
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  • Verkehrsmedizin: für Ihre

    Angestellten mit Fahrertätigkeit.

  • Unternehmer müssen sich von der Eignung ihrer Mitarbeiter für das Führen von Fahrzeugen überzeugen. Überprüfen und bestätigen lässt sich diese Eignung durch eine verkehrsmedizinische Untersuchung. Als Betriebsmediziner führe ich in Ihrem Auftrag Vorsorgeuntersuchungen für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten durch, zum Beispiel die ärztliche Untersuchung des Sehvermögens.
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  • Coaching / Krisenintervention:
    Potential und Stabilisation.

  • Effektivität: Coaching betrachtet das Zusammenwirken von Mitarbeitern, Prozessen und Führungskräften, um Potentiale zu entdecken und durch gezielte Beratung zu fördern. Schadensbegrenzung: Treten Krisen z.B. im Arbeitsumfeld oder innerhalb einer Gruppe auf, ist eine Stabilisierung der Situation vonnöten. Im Krisenfall stehe ich Ihnen als neutrale Person mit professioneller Hilfe zur Verfügung.
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  • Managed Medical Care (MMC):
    Netzwerk Gesundheitsprofis

  • Die Therapiedauer und somit die Ausfallzeit eines erkrankten Mitarbeiters hängt auch davon ab, wie eng die behandelnden Ärzte und Gesundheitsexperten zusammenarbeiten. Jeder zusätzliche Ausfalltag verursacht – oft unnötige – Kosten für das Unternehmen. Durch die rasche Vermittlung von jeweils relevanten Spezialisten unterstütze ich Sie bei der Steuerung und Beschleunigung dieser Prozesse.
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  • Beratung / Betreuung:
    bequem bei Ihnen vor Ort.

  • Im Großraum München angesiedelt, bin ich sowohl überregional als auch bundesweit als Betriebsarzt und Ihr Ansprechpartner tätig. Die Beratung und Betreuung Ihrer Mitarbeiter führe ich bei Ihnen im Betrieb durch – ein passender Untersuchungsraum ist schnell gefunden. „Man kennt sich“: Durch den regelmäßigen Kontakt mit einem „festem“ Betriebs- und Arbeitsmediziner entsteht schnell das nötige Vertrauen.
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  • Medizinische Begutachtung:
    Untersuchungen bei Rechtsstreit.

  • Weshalb bzw. woran ist ein Arbeitnehmer erkrankt? Auskünfte und Gutachten über die Ursachen arbeitsbedingter Erkrankungen spielen vermehrt eine Rolle bei rechtlichen Fragen, z.B. bei einer Verhandlung vor dem Arbeitsgericht. Im Rahmen meiner Tätigkeit bin ich fachkundiger Berater von Arbeitgebern und Gerichten. Dazu gehört beispielsweise die Erhebung medizinischer Befunde.
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  • Prävention: Information und
    Vorsorge für Beschäftigte.

  • Nur wer weiß, wie er sich verhalten soll, kann auch Einfluss auf die eigene Gesundheit nehmen. Als Ihr Betriebsarzt leiste ich arbeitsmedizinische Aufklärung und Beratung Ihrer Beschäftigten, weise auf Wechselwirkungen zwischen Arbeit und Gesundheit hin und stehe bei der Sprechstunde im Unternehmen für medizinische Mitarbeiterfragen zur Verfügung – z.B. bezüglich Impfungen.
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  • Gesundheitstage: Machen

    Sie Gesundheit erlebbar.

  • In jedem Unternehmen ein Renner: Bei Gesundheitstagen können Mitarbeiter unverbindlich und mit viel Spaß ihre individuelle Fitness testen oder z.B. den Körperfettgehalt bestimmen lassen. Praktische Tipps von Experten zu einer gesunden Lebensweise runden die Veranstaltung ab. Gerne stelle ich für Ihren Gesundheitstag passende Aktionen und Referenten zusammen.
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